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Landmarken

Richard Serras Bramme auf der Schurenbachhalde oder die Halde Rungenberg erheben sich nun über die Areale der postindustriellen Landschaft und verändern so dauerhaft die Silhouette der Region. Als „Sehhilfen” stellen sie zugleich Orte der Orientierung, der Erinnerung und der Zukunft dar. Mit der Ausstellung „Kunst setzt Zeichen“ wurde 1999 in der Ludwig Galerie – Schloss Oberhausen ein umfassender Überblick zur Landmarkenkunst der IBA Emscher Park gegeben.

Die Einladung an Künstler und Künstlerinnen veränderte auch die Sehweisen der IBA Emscher Park Akteure. Die Begegnung mit dem amerikanischen Bildhauer Richard Serra, anlässlich seiner zweijährigen Arbeit an und auf der Schurenbachhalde in Essen, führte zu neuen und zuweilen fundamentalen Positionen. Es gibt großformatige und bleibende Arbeiten von Dani Karavan im Nordstern Park und im Innenhafen Duisburg und andere Projekte, bei denen regionale Künstler mit Installationen Zeichen setzten: Wie etwa Jan Bormanns Spurlattenturm auf der Zeche Waltrop oder die Lichtinstallationen von Mischa Kuball um die Akademie Mont Cenis in Herne und die West- und Ostpole in Kamp-Lintfort bzw. Bönen. Mit dem „Geleucht” des Künstlers Otto Piene wurde 2007 auf der Halde Rheinpreußen am Niederrhein eine Fortschreibung realisiert. Auf der Halde Hoheward in Herten werden bis 2009 verschiedene Elemente einer Horizont-Astronomie installiert, die wiederum zu ganz neuer Aneignung des nächtlichen Himmels über der Stadtlandschaft einladen.

Die Stätten der Industriekultur und die Kunstprojekte der IBA Emscher Park haben neue Bilder des Ruhrgebietes erzeugt. Im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 werden Themen und künstlerische Strategien der IBA Emscher Park wieder aufgegriffen und weitergeführt, wie zum Beispiel die erneute Sichtbarmachung und Inszenierung der Halden und Schachtanlagen des Ruhrgebietes.