Deininghauser Bach
Castrop-Rauxel
Mit einer Gesamtlänge von 9,5 km dient der Deininghauser Bach, der in die Emscher fließt, einem 17,2 km² großen Einzugsgebiet in der Stadt Castrop-Rauxel zur Entwässerung. Schon in den 1920er und 1930er Jahren wurde der natürliche Lauf zum offenen Abwasserkanal betoniert, ausgebaut und begradigt. 70 Jahre später begann 1992 der ökologische Umbau mit naturnaher Gestaltung.
Ziel des Umbaus innerhalb des IBA Emscher Park-Projekts war die Gewässerumgestaltung zu einem Bach, der typisch für diesen Naturraum ist. Längs- und Quervernetzungen über Auen sollten andere Biotope im Einzugsgebiet des Deininghauser Bachs zurückerschließen. Voraussetzung dafür war die Trennung von Abwasser und Reinwasser und der Bau von Abwasserkanälen. Einerseits sollten saubere Zuflüsse angrenzender Flächen mit gleicher Sicherheit wie bisher aufgenommen werden, andererseits sollte der Deininghauser Bach als städtebauliches Element auch stadtnahe Erholungsmöglichkeiten bieten.
Seit 1996 ist der Umbau des Oberslaufs abgeschlossen. Mittlerweile gilt die Gewässer-Güteklasse dieses Abschnitts nur noch als „mäßig“ belastet und bestehende Senkungsschäden durch früheren Bergbau sind beseitigt. Während der Umbaumaßnahmen wurden steile Böschungen abgeflacht und die Bachtrasse abwechslungsreich in Windungen durch die Wiesenlandschaft geführt.
2005 war der gesamte unterirdische Abwasserkanal fertiggestellt und ein weiteres 1,3 km langes Teilstück des Bachlaufes ökologisch umgestaltet. Bedingt durch Restriktionen, wurde dieser Abschnitt nur geringfügig aufgeweitet und hat große Teile seiner geradlinigen Führung behalten. Noch geplant ist die Umgestaltung der letzten 3,8 km bis zur Mündung in den Landwehrbach. Ferner wird die Freilegung bisher verrohrter Abschnitte den Bach als Stadtgewässer erlebbar machen.



